Landeshundegesetze Thüringen - Hundeakademie OWL
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Landeshundegesetze Thüringen

Das Thüringer Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor Tiergefahren vom 22. Juni 2011

aus dem Bundesland Thüringen unterscheidet zwischen gefährlichen Hunden aufgrund einer Rassenzugehörigkeit(§ 3 Abs. 2 Nr. 1) und gefährlichen Hunden aufgrund ihres Wesens(§ 3 Abs. 2 Nr. 2).


Gefährliche Hunde gem. § 3 Abs. 2 Nr. 1 sind:

-Pitbull-Terrier,

-American Staffordshire-Terrier,

-Staffordshire-Bullterrier,

-Bullterrier sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden.



Gefährliche Hunde gem. § 3 Abs. 2 Nr. 2 sind:


Hunde, die aufgrund ihres Verhaltens durch die zuständige Behörde nach Durchführung eines Wesenstests (§ 9) im Einzelfall als gefährlich festgestellt wurden, weil sie

a) eine über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft, Angriffslust, Schärfe oder andere in ihrer Wirkung vergleichbare Eigenschaft entwickelt haben,

b) sich als bissig erwiesen haben,

c) in aggressiver oder Gefahr drohender Weise Menschen angesprungen haben oder durch ihr d)Verhalten gezeigt haben, dass sie Vieh, Katzen oder Hunde sowie unkontrolliert Wild hetzen oder reißen



Haltungsvoraussetzungen für gefährliche Hunde:


Für das Halten eines als gefährlich eingestuften Hunds braucht man eine Erlaubnis, die unter anderem an einen Sachkundenachweis, die Zuverlässigkeit des Halters, eine elektronische Markierung und eine Haftpflichtversicherung gebunden ist. Ferner muss der Halter nachweisen, dass ein besonderer wissenschaftlicher oder beruflicher Bedarf für die Haltung des Tieres besteht, der durch Hunde anderer Rassen nicht angemessen befriedigt werden kann. Es gilt ein Zucht- und Handelsverbot für gefährliche Hunde. Hunde der im Gesetz aufgeführten Rassen müssen, sofern keine Ausnahmegenehmigung eingeholt wird, unfruchtbar gemacht werden.

 
 
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